Warum Raumtemperatur mehr als nur Komfort ist: Raumtemperatur ist auch Gesundheit
Die Temperatur der Räume, in denen wir wohnen und arbeiten, kann dramatische Auswirkungen auf Schlaf, Konzentrationsfähigkeit, Stimmung und über lange Sicht auf die Gesundheit haben
Die Raumtemperatur wirkt sich unmittelbar auf Gesundheit, Schlaf und Produktivität aus. Zu kühle Wohnräume (unter 16 °C) können Atmungs- und Herz-Kreislauf-Probleme verschlimmern. Überheizte Räume wiederum (über 26 °C) führen oft zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und schlechtem Schlaf. Für die meisten Menschen ist eine Temperatur von 20 bis 22 °C am gesündesten und auch am komfortabelsten. In diesem Artikel erläutern wir, wie sich die Raumtemperatur auf Ihren Körper und Ihre Konzentrationsfähigkeit auswirkt. Zudem führen wir auf, was europäische Leitfäden empfehlen, und welche Raumtemperatur in welchem Raum optimal zu Wohlbefinden zu jeder Jahreszeit beiträgt.
So wirkt sich die Raumtemperatur auf Wohlbefinden, Produktivität und Gesundheit aus
Deutlich zu niedrige oder zu hohe Temperaturen tun keinem Menschen gut. Das gilt insbesondere für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Sowohl eine zu kühle als auch eine überheizte Umgebung kann sich negativ auf körperliche Gesundheit, Gemütslage und kognitive Leistung auswirken.
Zu kühle Umgebung (< 16 °C)
- Steht im Verdacht der Verschlimmerung von Asthma, Herz-Kreislauf-Belastungen und Depressionen
- Macht Menschen träge, weniger konzentriert und im Großen und Ganzen unzufriedener
- Ältere und weniger gesunde Menschen sind anfälliger für Probleme im Zusammenhang mit Kühle
Überheizte Räume (> 26 °C)
- Kann zu Müdigkeit, Kopfschmerzen, schlechtem Schlaf und Herz-Kreislauf-Belastungen führen
- Kostet Kraft, dämpft die Moral und senkt die Produktivität
- Insbesondere ältere Menschen sind Risiken aufgrund einer zu warmen Umgebung ausgesetzt
Produktivität und kognitive Leistung
Forschungen der Universität von Helsinki und des Lawrence Berkeley National Laboratory belegen, dass bei Raumtemperaturen von 21 bis 22 °C die Produktivität ihr Maximum erreicht. Mit jedem Grad Celsius über diesen Temperaturen kann die Produktivität um bis zu 2 % sinken. Das bedeutet, dass sich eine unzureichende thermische Behaglichkeit nicht nur negativ auf die Gesundheit auswirkt – sogar die Wirtschaftsleistung ist betroffen.
Schlaf und Atemwege
Thermische Unbehaglichkeit wirkt sich weit über das Arbeitsleben hinaus aus. Wohnräume mit ungünstigen Temperaturen können den Schlaf beeinträchtigen, die Konzentrationsfähigkeit senken und das Risiko von Gesundheitsproblemen im Zusammenhang mit Wärme bzw. Kühle erhöhen. Die Aufrechterhaltung eines beständigen Raumklimas trägt zum Schutz der Gesundheit und zu besserem Schlaf bei, und auch die kognitive Leistungsfähigkeit ist über den ganzen Tag hinweg gegeben.
Für Europa empfohlene Raumtemperaturen
Nur in wenigen europäischen Ländern gibt es gesetzlich bindende Raumtemperaturen für Arbeitsumfelder. In vielen Ländern werden jedoch Empfehlungen ausgesprochen – insbesondere für sitzende Tätigkeiten. In diesen Richtlinien wird im Allgemeinen eine Temperatur von 20 bis 24 °C als für Wohlbefinden und Produktivität optimal empfohlen. In ganz Europa werden die Auswirkungen von Raumtemperaturen auf Gesundheit und Produktivität auch offiziellen Stellen mehr und mehr bewusst. Einige Behörden haben daher offizielle Empfehlungen herausgegeben:
- Großbritannien: Arbeitsplätze in Räumen mindestens 16 °C (bei körperlichen Arbeiten 13 °C)[1]
- Schweden: In Büroräumen/Schulen 20–24 °C im Winter, bis zu 26 °C im Sommer[2]
- Deutschland: Arbeitsplätze in Räumen möglichst nicht über 26 °C[3].
- Dänemark: Empfehlung für Arbeitsplätze mit sitzender Tätigkeit 20 22 °C, bei leichten körperlichen Arbeiten mindestens 18 °C[4]
In Westeuropa und in Nordeuropa sind in Wohnräumen Temperaturen um die 21 °C üblich. Wohnräume in Südeuropa sind mit 22 bis 23 °C tendenziell etwas wärmer. Allerdings gibt es in vielen Ländern kaum offizielle Richtwerte – insbesondere nicht für Schulen und öffentliche Gebäude.
Was sind die idealen Temperaturen für die verschiedenen Räume?
Die verschiedenen Räume dienen unterschiedlichen Zwecken und erfordern daher unterschiedliche Einstellungen.
Raum | Ideale Temperatur |
Wohnräume | 20–21 °C |
Badezimmer | 22–24 °C (so warm, dass es nach dem Duschen/Baden nicht zum Frösten kommt) |
Schlafzimmer für Erwachsene | 16–19 °C (Kühle gibt optimalen Schlaf) |
Schlafzimmer für Kinder | 17–20 °C |
Räume für ältere Menschen | Gleichbleibende Temperatur um die 20 °C (zum Vermeiden von Gesundheitsrisiken) |
Ein intelligentes Zuhause ist ein gesundes Zuhause
Ein beständiges Aufrechterhalten der geeigneten Raumtemperatur – über alle Jahreszeiten hinweg – ist von entscheidender Bedeutung. Die meisten Menschen fühlen sich so um die 20 bis 22 °C am wohlsten und am leistungsfähigsten. Sowohl bei kühleren (< 16 °C) als auch bei wärmeren (> 26 °C) Umgebungen hingegen erhöht sich das Risiko von gesundheitlichen Problemen.
Mit Wärmepumpen, insbesondere in Kombination mit intelligenten Thermostaten, können Sie die Raumtemperatur zu jeder Jahreszeit in diesem Bereich halten. Wärmepumpen sorgen für beständiges Heizen bzw. Kühlen und steigern gleichzeitig Energieeffizienz und Wohlbefinden in Ihrem gesamten Zuhause.
Das Sicherstellen eines gesunden Raumklimas fängt bei Kontrolle und Regelung, Beständigkeit und sachgerechter Auslegung der Systeme an.
Kernaussagen
- Am gesündesten und für die meisten Menschen am komfortabelsten ist eine Raumtemperatur von 20 bis 22 °C.
- Sowohl zu kühle (< 16 °C) als auch zu warme (> 26 °C) Räume erhöhen Risiken für die Gesundheit, insbesondere für anfällige Menschen.
- Mit jedem Grad Celsius über 22 °C kann die Produktivität um bis zu 2 % sinken.
- Unterschiedliche Räume haben unterschiedliche Idealtemperaturen, z. B. Schlafzimmer 16–19 °C, Badezimmer 22 –24 °C.
- Intelligente Thermostate und Wärmepumpen tragen wesentlich zur effizienten Aufrechterhaltung eines beständigen und gesunden Raumklimas bei.
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