Welche Vorteile habe ich beim Heizen mit Wärmepumpe?
Es gibt mindestens fünf Gründe, warum Sie mit einer Wärmepumpe die richtige Entscheidung treffen
Wärmepumpen sind zukunftssichere Allroundtalente: Je nach Bauart können sie heizen, kühlen und Warmwasser bereiten. Bei einer Jahresarbeitszahl von 4 stammen 75 % der Heizwärme aus der Umgebung. In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage Anlage können Sie einen Teil des Wärmepumpenstroms selbst erzeugen und werden unabhängiger von fossilen Brennstoffen. Die Wärmepumpe ist eine ausgereifte, seit Jahren erprobte Technologie, die sofort eingesetzt werden kann. In diesem Beitrag erläutern wir Ihnen diese und weitere Vorteile des Heizens mit einer Wärmepumpe.
1. Wärmepumpen eignen sich für den Einsatz in Neu- und Altbauten
Die Nutzung von Wärmepumpen ist in nahezu allen Gebäudetypen möglich und sinnvoll – vom Einfamilienhaus bis zu Gewerbegebäuden, sogar im unsanierten Altbau. Mit seinen Felduntersuchungen von Wärmepumpenanlagen hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE vier Jahre lang 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern der Baujahre 1826 bis 2001 untersucht. Die Wärmepumpen arbeiteten effizient, auch in Häusern, die nicht auf Neubaustandard saniert waren. Die Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten im Durchschnitt eine Jahresarbeitszahl von 3,4. Aus einer Kilowattstunde Strom erzeugten sie also rund 3,4 Kilowattstunden Wärme.¹ Gegenüber Erdgasheizungen verursachten die untersuchten Wärmepumpen rund 64 Prozent weniger CO2 (mehr dazu unter Punkt 4).
Der Feldtest zeigt aber auch: Eine sorgfältige Planung und Installation ist wichtig. Ob eine Wärmepumpe in Ihrem Haus sinnvoll ist, hängt unter anderem von den Heizkörpern, der benötigten Vorlauftemperatur und dem Dämmzustand ab. Ein Fachbetrieb prüft das vor Ort.
¹ Quelle: Fraunhofer ISE, Presseinformation Nr. 30 vom 03.11.2025, „Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich“. Durchschnitt aus 61 Luft/Wasser- und 16 Erdreich-Wärmepumpen in Gebäuden der Baujahre 1826 bis 2001. CO2-Werte berechnet mit viertelstündlichen Emissionswerten des deutschen Strommixes 2024.
2. Ein Heizungstausch mit einem Wärmepumpensystem in Bestandsgebäuden ist meist einfach
Moderne Wärmepumpensysteme, wie die DAIKIN Altherma 3 H HT, können Vorlauftemperaturen von bis zu 70 °C erreichen – bei minus 15 °C Außentemperatur. Aufgrund dieser hohen Vorlauftemperaturen ist die Umrüstung auf eine Wärmepumpe in Bestandsgebäuden technisch einfacher möglich als häufig angenommen. In Wohngebäuden können oft sogar die bestehenden Heizkörper weiterhin genutzt und an das Heizsystem angeschlossen werden oder es müssen lediglich einzelne Heizkörper ausgetauscht werden. Eine umfangreiche Sanierung des Hauses (z.B. eine Wärmedämmung) ist oft gar nicht nötig. Das bestätigen auch viele Beispiele aus der Praxis.
3. Wie Wärmepumpen arbeiten
Die Energieeffizienz ist ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Heizsystems. Die durch die Wärmepumpe gewonnene Wärmeenergie setzt sich aus bis zu 75 % je nach Bauart aus der Luft, der Erde oder aus dem Grundwasse und aus 25 % Strom (als Antriebsenergie) zusammen. Den benötigten Strom verbraucht die Wärmepumpe wie folgt: Aus 10 kWh regenerativem Strom kann eine Wärmepumpe – bei einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4,0 – 40 kWh Wärmeenergie erzeugen. Das heißt, die Wärmepumpe steigert die eingesetzte Energie um das 4-fache. Dadurch können Sie im Vergleich zu konventionellen Systemen Ihre Betriebskosten senken. In Kombination mit einer hauseigenen Photovoltaikanlage können Sie einen Teil des Wärmepumpenstroms selbst erzeugen und werden unabhängiger von fossilen Brennstoffen.
4. Wärmepumpen können die CO2-Emissionen beim Heizen senken
Auch beim Klimaschutz spricht viel für die Wärmepumpe. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat vier Jahre lang 77 Wärmepumpen in bestehenden Ein- bis Dreifamilienhäusern gemessen. Das Ergebnis: Im Jahr 2024 verursachten die untersuchten Wärmepumpen im Durchschnitt rund 64 Prozent weniger CO2 als Erdgasheizungen.¹ Wie groß die Einsparung im Einzelfall ist, hängt vor allem davon ab, wie effizient die Anlage arbeitet (Jahresarbeitszahl) und wie gut das Gebäude gedämmt ist.
¹ Quelle: Quelle: Fraunhofer ISE, Presseinformation Nr. 30 vom 03.11.2025.
5. Moderne Wärmepumpen sind flüsterleise
In Bezug auf den Geräuschpegel hat sich die Wärmepumpentechnologie in den vergangenen Jahren ebenfalls weiterentwickelt: Mit nur 35 db(A) (gemessen in drei Metern Entfernung) sind moderne Außengeräte, wie die DAIKIN Altherma 3 H HT oder DAIKIN Altherma 3 H MT, besonders geräuscharm und mit einem Geräuschpegel in einer Bibliothek vergleichbar, in der geflüstert wird. Moderne Wärmepumpen eignen sich somit sowohl für kleine Grundstücke als auch für dichtbesiedelte Wohngebiete.
Insgesamt zeigt sich, dass moderne Wärmepumpen energieeffiziente Multitalente sind, die in vielen unterschiedlichen Gebäudetypen eingesetzt werden können. Wer unabhängig von Öl und Gas heizen möchte, findet in der Wärmepumpe eine erprobte Technologie.