Photovoltaik-Eigenverbrauch im Blick
8-fach Wärmepumpenkaskade zur Beheizung einer Produktionshalle nachgerüstet
Bei der Fenster- und Haustürfirma Walter Stickling GmbH in Gütersloh wurde eine bislang unbeheizte Halle in eine vollwertig beheizte Produktionshalle umgewandelt – mit einer 8-fach Kaskade aus Daikin Altherma 3 M Wärmepumpen. Die acht Monoblock-Außeneinheiten mit je 16 kW Heizleistung versorgen über eine neu installierte Fußbodenheizung rund 2.160 Quadratmeter Hallenfläche mit einer Gesamtleistung von 100 kW. Im Fokus des Projekts stand neben der Beheizung der Halle vor allem eine wirtschaftliche Eigennutzung des bereits vorhandenen Photovoltaikstroms.
Von der Kalthalle zur beheizten Produktionshalle
Die Walter Stickling GmbH nutzt am Standort vier Hallen: Zwei heizt das Unternehmen mit Gas, eine dritte ist eine sogenannte Kalthalle und bleibt unbeheizt. Die vierte Halle – bislang ebenfalls unbeheizt – wurde im Zuge des Projekts mit einer neuen Fußbodenheizung ausgestattet, die seit März 2026 von der Wärmepumpenkaskade versorgt wird. Grund für die Heizungsnachrüstung ist die Produktion: Durch die Erweiterung der Produktionskapazitäten und die Inbetriebnahme einer neuen Bearbeitungsmaschine konnten die Fertigungsmöglichkeiten weiter ausgebaut werden.
8-fach-Kaskade sorgt für bedarfsgerechte Wärmeversorgung
Herzstück der Anlage ist die Kombination aus acht Daikin Altherma 3 M – Monoblock-Außeneinheiten mit je 16 kW Leistung und der Kaskadenregelung. Geplant und installiert wurde das System von Installationstechnik Jacobsmeier Sanitär & Heizung aus Bielefeld. Dank der Monoblock-Bauweise der Daikin Altherma 3 M sind der geschlossene Kältekreislauf sowie die wesentlichen Hydraulikkomponenten bereits im Außengerät integriert. Ein separates Innengerät ist nicht erforderlich – im Gebäude ist lediglich die Regelung installiert. Da ausschließlich wasserseitige Anschlüsse notwendig sind, lässt sich das System mit geringem Installationsaufwand umsetzen.
Die erzeugte Wärme wird über die neu installierte Fußbodenheizung gleichmäßig in der rund 2.160 Quadratmeter großen Produktionshalle verteilt. Die Kaskadenregelung ermöglicht es, die Heizleistung bedarfsgerecht bereitzustellen. Die Kaskadenregelung schaltet je nach Wärmebedarf einzelne Wärmepumpen zu oder ab, sodass nur die benötigte Leistung bereitgestellt wird. Gleichzeitig erhöht die Kaskade die Betriebssicherheit: Sollte eine Wärmepumpe ausfallen, können die übrigen Geräte die Wärmeversorgung weiterhin sicherstellen.
Photovoltaik erhöht die Wirtschaftlichkeit
Für die Walter Stickling GmbH stand die Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus im Vordergrund – sowohl bei den Investitions- als auch bei den Betriebskosten. Da das Unternehmen bereits über eine Photovoltaikanlage verfügt und die Einspeisevergütung künftig deutlich sinkt, sollte ein größerer Anteil des selbst erzeugten Stroms direkt vor Ort genutzt werden. „Die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe bietet großes wirtschaftliches Potenzial. Der selbst erzeugte Strom lässt sinnvoll nutzen und die Energiekosten lassen sich gleichzeitig langfristig senken“, erklärt Till Jacobsmeier von Installationstechnik Jacobsmeier Sanitär & Heizung. Die Wärmepumpenkaskade ermöglicht genau das: Sie nutzt den Solarstrom für die Wärmeerzeugung und erhöht so den Eigenverbrauch.
Zusätzliches Potenzial: Kühlfunktion bereits integriert
Eine integrierte Kühlfunktion macht die Daikin Altherma 3 M zusätzlich zukunftssicher. Aktuell wird sie am Standort nicht genutzt, steht bei Bedarf aber bereits zur Verfügung: Bei künftig steigendem Kühlbedarf kann ein Techniker die Funktion nachträglich aktivieren. Die Temperierung erfolgt dann über die bereits installierte Fußbodenheizung – zusätzliche Komponenten sind nicht erforderlich.
Fazit: Wärmepumpen-Kaskaden als wirtschaftliche Lösung für gewerbliche Hallenbeheizung
Das Beispiel der Walter Stickling GmbH zeigt, dass Wärmepumpenkaskaden auch im Gewerbe eine wirtschaftliche Lösung sein können. Besonders in Kombination mit einer bestehenden Photovoltaikanlage lassen sich Betriebskosten senken und der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms steigern.
Infokasten
Art des Objekts | Produktionshalle der Walter Stickling GmbH, Gütersloh |
Gebäudefläche | ca. 2.160 m² |
Technische Ausstattung | - 8 × Daikin Altherma 3 M16 (EBLA 16) - Daikin DAGCONFLEX - DCOM-Gateways (DCOM-LT/IO) |
Das Endergebnis
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