„Als Produzent werden wir von unseren Kunden aus der Automobilindustrie regelmäßig nach unserem CO₂-Fußabdruck gefragt. Früher konnten wir darauf keine überzeugende Antwort geben. Mit der Umstellung auf Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaik können wir heute transparent zeigen, dass wir konsequent auf Elektrifizierung und Effizienz setzen und somit auch unseren Kunden ein gutes Gewissen vermitteln“, so Clemens Verley, Bauherr und Geschäftsführer der ISM Deutschland in Mettmann.
Die ISM Deutschland GmbH entwickelt und produziert Mess- und Prüftechnik für industrielle Anwendungen. Das Unternehmen ist insbesondere auf Gasdetektion, Dichtheitsprüfung und Lecksuche spezialisiert und beliefert unter anderem Kunden aus der Automobilindustrie, der Energie- und Prozessindustrie. Am Standort Mettmann befinden sich die Verwaltung sowie die Fertigung.
Vom Ölkessel zur dezentralen Wärmepumpenlösung
Vor der Sanierung versorgte ein zentraler Ölkessel mit 130 kW Leistung beide Gebäudeteile. Die Herausforderung bestand darin, die unterschiedlichen Anforderungen von Alt- und Neubau effizient und zukunftssicher abzudecken. Die Wärmeerzeugung wurde in getrennte Hoch- und Niedertemperatursysteme überführt, die jeweils exakt auf die Anforderungen von Alt- und Neubau ausgelegt sind. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren die hohe Effizienz der Systeme, ihre Flexibilität im Teillastbetrieb sowie die optimale Einbindung in das unternehmensweite Photovoltaik-Konzept. „DAIKIN war für uns früh als Hersteller gesetzt, da wir bereits in einer früheren Phase DAIKIN-Klimaanlagen installiert haben und damit sehr zufrieden sind. Die Kompetenz im Kältekreislauf gehört für mich zur DNA des Unternehmens“, erklärt Clemens Verley. Die Planung und Umsetzung hat der Fachbetrieb für Wärmepumpen- und Klimatechnik Athoka GmbH aus Herten ausgeführt, der auch bereits die Klimageräte geplant und installiert hatte.
Abgestimmte Technik für unterschiedliche Gebäudestrukturen
Im Verwaltungsgebäude übernimmt eine Hochtemperatur-Kaskade aus zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen vom Typ DAIKIN Altherma 3 H HT mit einer Gesamtleistung von 28 kW die Wärmeversorgung. Als Inneneinheiten kommen zwei Hydrosplit-Module zum Einsatz; ergänzt wird das System durch einen separaten 300-Liter-Brauchwasserspeicher. Die bestehenden Heizkörper werden mit Vorlauftemperaturen von bis zu 55 °C versorgt und bedienen drei Zonen: das Obergeschoss-Büro, den Servicebereich im Obergeschoss sowie das Dachgeschoss.
Für die Fußbodenheizung im Erdgeschoss kommt eine DAIKIN Altherma 3 R MT als Niedertemperatur-Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 10 kW Leistung zum Einsatz. Sie stellt Heizwasser mit einer Vorlauftemperatur von 35 °C bereit. Der Fertigungsneubau wird ebenfalls über eine DAIKIN Altherma 3 R MT versorgt. Das eigenständige Niedertemperatursystem liefert 10 kW bei 35 °C Vorlauftemperatur und speist insgesamt 22 Heizkreise der dort installierten Fußbodenheizung. Durch die konsequente Trennung von Hoch- und Niedertemperaturbereichen arbeitet jede Wärmepumpe exakt auf dem jeweils idealen Temperaturniveau. Das optimiert die Effizienz auch im Übergangsbetrieb und bildet die Grundlage für eine dauerhaft wirtschaftliche und vollständig elektrifizierte Wärmeversorgung.