Daikin stellt Vier-Stufen-Plan für die Dekarbonisierung von Wohngebäuden vor

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Brüssel / Unterhaching, 27. Mai 2021 – Daikin stellt einen Vier-Stufen-Plan vor, der mit neuen Heiz- und Kühlsystemen für Wohngebäude zu einem umweltfreundlicheren Europa beitragen soll. Das Ziel dieser Initiative ist es, CO2-Emissionen aus Wohngebäuden zu senken, indem der Anteil an Heiz- und Kühlsystemen auf Grundlage erneuerbarer Energien bis 2030 auf 40 % erhöht wird. Das liegt auf einer Linie mit der angehobenen Zielsetzung des Europäischen Klimagesetzes, die am 21. April 2021 festgeschrieben wurde: die CO2-Emissionen bis 2030 von 40 auf 55 % zu reduzieren.

Schlüsselrolle für Heizsysteme auf Grundlage erneuerbarer Energien

Die Beheizung von Wohnhäusern erfolgt zum großen Teil noch immer mit veralteten Systemen. Oft kommen dabei umweltschädliche fossile Brennstoffe wie Kohle und Öl zum Einsatz. Momentan ist der Gebäudebestand für ca. 36 % aller CO2-Emissionen in der EU verantwortlich. In einigen europäischen Ländern ist das Heizen mit erneuerbaren Energien über Wärmepumpen zum Standard bei Neubauprojekten geworden. Das Potenzial, das sie bei Renovierungsprojekten bieten, sollte allerdings stärker berücksichtigt werden. Dieser Umstand steht im starken Gegensatz zur erhöhten Zielsetzung des kürzlich verabschiedeten Europäischen Klimagesetzes, CO2-Emissionen bis 2030 von 40 auf 55 % zu senken.

Patrick Crombez, General Manager der Bereiche Heizung und erneuerbare Energien bei Daikin Europe N.V.: „Wir brauchen eine klare und machbare Strategie für die Dekarbonisierung des Heizens in Wohngebäuden. Technologien mit erneuerbaren Energien spielen eine wesentliche Rolle für das Erreichen der neuen Ziele, insbesondere bei Renovierungsprojekten. Daikin hat sich diese ehrgeizigen neuen Ziele zu eigen gemacht und übernimmt mit seinem Vier-Stufen-Plan für einen grundlegenden Wandel bei Wohnraumheizsystemen eine führende Rolle.“

Die vier Stufen zur Dekarbonisierung des Heizens in Wohngebäuden

Die Grundlage und der erste Schritt dieses neuen Plans ist die Umsetzung neuer Baubestimmungen zur Energienutzung. Daikin schätzt, dass Wärmepumpen heute bereits bis zu 50 % Marktanteil bei neuen (Ein-Familien-) Häusern in Europa haben. Daher muss es eine Verschärfung der aktuellen Regeln geben, damit Wärmepumpen zum Standard werden.

Die Steigerung der Austauschrate bildet den zweiten Schritt. Um die Zielsetzungen des Europäischen Klimagesetzes zu erreichen, muss sich die Austauschrate bis 2030 von 1 auf 2 % verdoppeln. Durch eine Erhöhung der Austauschrate werden alte Systeme durch energieeffizientere Lösungen ersetzt, was die Emissionen natürlich verringert. Die nächste Herausforderung ist es also, Privatpersonen in der EU dazu zu motivieren, sich für erneuerbare Energien zu entscheiden. Dafür bedarf es einer breit angelegten Aufklärung, dass Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien wie Wärmepumpen eine effiziente, kostengünstige und etablierte Lösung sind.

Im dritten Schritt müssen Anreize für die Nutzung fossiler Brennstoffe beendet werden. Das liegt in der Aufgabe politischer Entscheidungsträger. Aktuell sorgen direkte oder indirekte Anreize für eine Bevorteilung von öl- oder gasbetriebenen Heizkesseln gegenüber Wärmepumpen, die billiger und einfacher verfügbar sind. Daher müssen für Technologien auf Basis erneuerbarer Energien faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden. Die Differenz zwischen den heutigen Strom- und Gaspreisen ist in vielen Mitgliedstaaten deutlich zu hoch, um Wärmepumpen für alle EU-Bürger zugänglich zu machen.

Der vierte und letzte Schritt besteht darin, Heizsysteme auf Grundlage von erneuerbaren Energien zum Standard beim Austausch zu machen. Daikin ist überzeugt, dass Wärmepumpen die beste Lösung sind. Sie überzeugen durch immer bessere Effizienzwerte auch bei niedrigeren Außentemperaturen. Daher eignen sie sich für alle Haus- und Wohnungstypen. Die Nutzung regenerativer Energiequellen zum Heizen verringert den Verbrauch klimaschädlicher fossiler Brennstoffe und reduziert CO2-Emissionen.

Klare Aktionen sind nötig

Daikin hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 auf weltweiter Ebene zu einem CO2-neutralen Unternehmen zu werden. Diese vier Schritte sind zurzeit der effektivste Ansatz zur Dekarbonisierung der Heizung in Wohngebäuden – und Daikin fordert alle Beteiligten dazu auf, die Ärmel hochzukrempeln und sich dieser Initiative anzuschließen.

Als Branchenführer beim Heizen mit erneuerbaren Energien zeigt Daikin, wie es geht. „Bei Daikin arbeiten wir tagtäglich daran, diese vier Schritte in die Realität umzusetzen. Die Technologie ist da und unsere Investitionen weisen in die richtige Richtung. Die Installationsbetriebe für Heizungen holen wir mit ins Boot. Wärmepumpen sind die Zukunft bei Renovierungsprojekten und es ist unsere Verantwortung und Pflicht, alle Beteiligten davon zu überzeugen. Die Zeichen weisen klar darauf hin, dass wir JETZT handeln müssen. Absichtsbekundungen reichen nicht mehr – jetzt ist klares Handeln gefragt. Das ist der einzige Weg, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen“, erklärt Patrick Crombez.