Klinikum Barmherzige Brüder

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Wohl nirgends sonst ist eine zuverlässige Kälteversorgung lebensnotwendiger als im Krankenhausbetrieb – und das 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Im Klinikum Barmherzige Brüder Regensburg wird dies im OP-Bereich, der Endoskopie und den Technikräumen durch insgesamt vier Kaltwassersätze von DAIKIN gewährleistet. Diese wurden seit 2002 etappenweise im laufenden Krankenhausbetrieb installiert, um die veraltete Technik zu ersetzen. Gründe dafür waren die altersbedingte hohe Störanfälligkeit und der Betrieb mit dem Kältemittel R-22. Ein Eingriff in den Kältemittelkreislauf oder die Nachbefüllung mit diesem Kältemittel ist laut F-Gase Verordnung seit 2015 nicht mehr erlaubt. Jetzt wurden die letzten zwei Kaltwassersätze nachgerüstet, um diese Problematik zu lösen. Dank der kompakten Baugröße der Anlagen konnten sie mittels eines Autokrans durch die Fenster des Gebäudes eingebracht werden, wodurch Störungen des Betriebs vermieden wurden.

Von Operationssälen bis hin zu radiologischen Geräten wie MRT oder CT – in Krankenhäusern gibt es zahlreiche Stellen, an denen eine zuverlässige Kälteversorgung lebenswichtig ist. Zum Einsatz kommen dafür häufig Kaltwassersätze, da diese sich bedarfsabhängig regeln und sich so optimal an die Krankenhausauslastung anpassen lassen. So auch im Klinikum Barmherzige Brüder in Regensburg, das mit 955 Betten das größte katholische Krankenhaus Deutschlands sowie Lehrkrankenhaus der dortigen Universität ist. Jährlich werden etwa 48.000 stationäre Patient*innen versorgt. Die letzten beiden rund 24 Jahre alten Kaltwassersätze wurden nun auch durch die DAIKIN Technik ersetzt. „Wir arbeiten schon seit längerem mit zwei Kaltwassersätzen von DAIKIN und sind mit der Technik sehr zufrieden. Bei der Instandsetzung fiel die Entscheidung wieder auf DAIKIN, was mich persönlich sehr gefreut hat. Der Einbau verlief einwandfrei, auch weil die Anlageninfrastruktur schon gegeben war“, betont Johann Rist, stellvertretender Leiter der Betriebstechnik im Klinikum.

Qualität, die überzeugt

Für die Bereitstellung der notwendigen Kälte sorgen die beiden neuen DAIKIN Kaltwassersätze gemeinsam mit den weiteren bereits 2002 installierten Anlagen von ihrem Standort in der Technikzentrale aus. Auch die neuen Anlagen sind dank ihrer kompakten, modularen Ausführung perfekt für die Innenaufstellung geeignet. Die luftgekühlten Verflüssiger sind separat auf dem Flachdach des Krankenhausgebäudes untergebracht. „Die platzsparende, getrennte Aufstellung ist ein weiterer Pluspunkt für das Klinikum“, so Holger Kempf, Geschäftsführer von Kempf Kälte- & Klimatechnik aus Regensburg, der das Projekt schon von Planungsbeginn an begleitet und die Anlagen installiert hat. „Dazu zählt außerdem die hohe und bereits bewährte Qualität der DAIKIN Produkte, die problemlose Einbringung der Anlagen ins Klinikum sowie die einfache Anbindung an die Gebäudeleittechnik.“

Kühlung für lebenswichtige Anlagen

Mit einer Kälteleistung aller Anlagen von 1,2 MW sind die DAIKIN Anlagen für die Konditionierung von ca. 2.800 m2 zuständig. Darunter fallen der OP-Bereich, die Endoskopie und die Technikräume. Gebläsekonvektoren, die die hohen krankenhaushygienischen Ansprüche und Vorgaben erfüllen, sorgen für die Kühlung der Lüftung im OP-Bereich. Die Vorgaben beziehen sich sowohl auf die extern als auch die intern in Raumklimageräten verwendeten Materialien, die mikrobiologisch nicht verstoffwechselbar sein dürfen und zugleich desinfektionsmittelbeständig sein müssen. Dazu gehören unter anderem das Gehäuse, die Filter sowie die Ein- und Auslassblenden. Im Krankenhaus ist ein zuverlässiger Betrieb 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche zu gewährleisten. Die halbhermetischen Monoschraubenverdichter von DAIKIN sind für eine gesamte Lebensdauer von über 100.000 Stunden konzipiert und so optimal für diesen Einsatzbereich geeignet. Die Auslegung auf das Kältemittel R-134a sorgt für maximale Energieeffizienz. In der Baugröße 130 verfügen die Kaltwassersätze der Serie EWLD-J über eine Kühlleistung von je 128 kW sowie einen Kältekreis, der autark funktioniert und so eine hohe Anlagensicherheit garantiert. Der Kaltwassereintritt liegt bei 12 °C, der -austritt bei 7 °C. Der stufenlose Übergang zwischen den Teillaststufen von 25 bis 100 % sorgt für einen effizienten Betrieb sowohl bei niedriger als auch bei hoher Auslastung des Klinikums. Im Vergleich zur zuvor eingesetzten Hubkolbentechnologie mit einer Leistungsabstufung von 25 – 50 – 75 – 100 % erreicht man dank der Schraubenverdichter der neu installierten Kaltwassersätze und deren stufenloser Leistungsregelung im Durchschnitt zwischen 10 und 20 % Energieersparnis, weil sich die Anlage wesentlich genauer auf den aktuellen Leistungsbedarf einstellen lässt.

Neuester Stand der Technik

Neben Ausfällen der Technik sorgen auch Gründe der Wirtschaftlichkeit sowie die Bestimmungen der F-Gase Verordnung dafür, dass in die Jahre gekommene Anlagen ausgetauscht werden müssen. So auch im Klinikum in Regensburg: Handlungsbedarf bestand aufgrund der Störanfälligkeit der alten Kaltwassersätze aber auch der Verwendung des Kältemittels R-22. Anlagen dürfen zwar noch mit dem Kältemittel betrieben werden, ein Eingriff in den Kältemittelkreislauf oder die Nachbefüllung ist laut Verordnung seit 2015 jedoch nicht mehr erlaubt. Mit einer Umstellung auf Kältemittel wie R-134a oder die Investition in Anlagen mit neuer Technik läuft der Betrieb nicht nur klimaschonend, sondern auch wirtschaftlicher und energiesparender. „Als studierter Elektrotechniker, Fachrichtung Energietechnik, liegt mir das Thema Energiesparen auch persönlich am Herzen. Mit der Installation der neuen Kaltwassersätze steigt neben den Energieeinsparungen aber auch die Anlagensicherheit sowie die Effizienz hier im Krankenhaus“, fasst Johann Rist zusammen.

Autor: Vladimir Kamyshanskiy, Fachberater Kaltwassersysteme, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH

Bilder: © DAIKIN

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Der Kaltwassersatz wird per Autokran in das Gebäude gebracht. © Kempf Kälte- und Klimatechnik

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Dank separatem Verflüssiger sind die Daikin Kaltwassersätze optimal für die Innenaufstellung geeignet.  

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Im OP-Bereich sind hohe hygienische Anforderungen zu erfüllen. © Paul Mazurek

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V.r.n.l. Johann Rist, Vladimir Kamyshanskiy und Holger Kempf