Heizungsmodernisierung mit Wärmepumpe und Solar

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Wärmepumpen sind mittlerweile eine Standardtechnologie im Neubau. Aber auch im Bestand gibt es viel Potenzial für ihren Einsatz: Neue Wärmepumpensysteme schaffen höhere Vorlauftemperaturen, sind leistungsfähiger und weisen immer bessere Effizienzwerte auf. Auch Familie Janetzki aus Leimen bei Heidelberg hat sich im Zuge der Modernisierung ihres Hauses aus dem Jahr 1967 für eine kompakte Luft-Wasser-Wärmepumpe mit dem Kältemittel R-32 entschieden. Dabei standen neben der Umweltfreundlichkeit und Flexibilität des Heizsystems, der ganzjährige Komfort für die Hausbewohner im Vordergrund. So wird das Haus über Heizkörper und Gebläsekonvektoren beheizt und gekühlt. Die Wärmepumpe ist als Hybrid-Zentrale konzipiert: Sie wird mit Solarthermie und einem Pelletkaminofen ergänzt. Das gesamte Heizsystem wurde mit einem Bafa-Zuschuss staatlich gefördert.

Familie Janetzki ließ das in massiver Bauweise aus Porenbetonsteinen gebaute Einfamilienhaus im Jahr 2018 umfassend modernisieren: Neben der Elektrik, den Fenstern, den Wasser- und Abwasserleitungen, dem Dach und einer Fassadendämmung wurde abschließend im Dezember 2018 und Januar 2019 das neue Heizsystem, eine ROTEX HPSU compact Ultra (baugleich mit der DAIKIN Altherma 3 R ECH2O) Luft-Wasser-Wärmepumpe eingebaut. Der Einzug der Familie ist im Frühjahr 2019 geplant. Das alte Heizsystem war eine etwa 20 Jahre alte, aber noch funktionsfähige Ölheizung (Niedertemperaturkessel). Im Garten befand sich ein unterirdischer Öltank, der mit einer neuen Innenhülle teuer hätte saniert werden müssen. „Anstatt noch einmal viel Geld in das alte Heizsystem zu investieren, haben wir uns entschieden, ein neues, zukunftsfähiges Heizsystem einzubauen. Da das Haus komplett saniert und durch diverse Dämmmaßnahmen eine niedrige Heizlast erreicht wurde, fiel die Entscheidung auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe“, so der Bauherr. Neben der Wärmepumpe, die als Hybrid-Zentrale das Herzstück des Heizsystems ist, wurde eine thermische Solaranlage installiert. Ein Pelletkaminofen folgt noch. Beide unterstützen bei der Raumheizung sowie der Brauchwassererwärmung.

 

R-32 Wärmepumpe - Sehr gute Leistung mit deutlich weniger Kältemittel

Die ROTEX HPSU compact Ultra (baugleich mit der DAIKIN Altherma 3 R ECH2O) in der Leistungsgröße 8 kW mit Bivalenzfunktion und einem 500 Liter fassenden Wärmespeicher für die Warmwasserbereitung steht im Heizraum im Untergeschoss des Hauses. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine Komplettlösung: Sie bietet modernste Wärmepumpentechnik mit integriertem Wärmespeicher und ist kombinierbar mit zusätzlichen Wärmequellen. Das Besondere ist, dass sie dank eines neuen Kompressors und der Verwendung des Niedrig-GWP-Kältemittels R-32 eine herausragende Effizienz und eine bis zu 40 % höhere Warmwasserleistung erreicht – und das bei einer um 30 % geringeren Kältemittel-Füllmenge. Die Möglichkeit, Vorlauftemperaturen von bis zu 65 °C zu erreichen, erweitert den Anwendungsbereich auf Bestandshäuser wie bei Familie Janetzki. „Für uns als Installateure ist das ein klarer Wettbewerbsvorteil, denn wir können so auch viele Projekte im Bestand beziehungsweise Altbau umsetzen“, erklärt Sven Bergmann aus Lobbach bei Heidelberg, der das Heizsystem bei Familie Janetzki installiert hat. Ein weiterer Vorteil ist die kompakte Bauweise der HPSU compact Ultra (baugleich mit der DAIKIN Altherma 3 R ECH2O). Die Inneneinheit mit 500-Liter Speicher hat eine Aufstellfläche von lediglich 0,62 m2. „Kompakte Geräte, die neben der Wärmepumpe auch einen Wärmespeicher in nur einem Gerät vereinen, bieten für uns Fachhandwerker und die Endkunden gleich mehrere Vorteile: sie lassen sich einfach ins Gebäude einbringen, benötigen wenig Platz und sind schnell zu installieren sowie in Betrieb zu nehmen“, so Sven Bergmann.

 

Heizen und Kühlen mit Wärmepumpe

Die ursprüngliche Idee der Bauherren war, ergänzend zur Wärmepumpe ein konventionelles Split-Klimasystem einbauen zu lassen. „Da mir bekannt war, dass man mit Wärmepumpen grundsätzlich auch Kühlen kann, habe ich im Internet recherchiert, ob es nicht auch Möglichkeiten gibt, dies umzusetzen. Uns war dabei wichtig, dass es sich um eine aktive Kühlung, d.h. mit Luftentfeuchtung, handelt. ROTEX bzw. DAIKIN bietet mit seinem HP convector hierfür die perfekte Lösung für Heizen und Kühlen mit einem Gerät“, erklärt Janetzki die Entscheidung. Die HPSU compact Ultra (DAIKIN Altherma 3 R ECH2O) ist serienmäßig mit integrierter Kühloption ausgestattet. So wird im Haus von Familie Janetzki die Wärme über konventionelle Heizkörper sowie über vier Gebläsekonvektoren verteilt. Der Vorteil von Gebläsekonvektoren ist, dass sie aufgrund der eingebauten Ventilatoren für eine schnelle Raumerwärmung sorgen. Deshalb empfehlen sich Gebläsekonvektoren überall dort, wo eine hohe Leistung benötigt wird oder eine schnelle und/oder spontane Erwärmung gefragt ist. Bei Familie Janetzki sind die vier Konvektoren in den Zimmern installiert, in denen im Sommer bei Bedarf gekühlt werden muss: den beiden Kinderzimmern, dem Elternschlafzimmer sowie den Wohn-/Essbereich.

 

Die Wärmepumpe als Hybridzentrale

Die HPSU compact Ultra (DAIKIN Altherma 3 R ECH2O) Inneneinheit lässt sich als effizienter Wärmespeicher für zusätzliche Wärmequellen nutzen. Neben einer Solaranlage kann sie zum Beispiel auch durch Öl- oder Gaskessel sowie Pellet- oder Kaminöfen mit Wassertaschen bei Heizung und Warmwasserproduktion unterstützt werden. Bei Familie Janetzki wird die Wärmepumpe als Hybrid-Zentrale neben der Solarthermie zusätzlich durch einen Pelletofen ergänzt. Dieser ist im Wohn-/Essbereich und läuft unabhängig von der Regelung, das heißt die Gebläsekonvektoren und Heizkörper werden dann ausgestellt, wenn der Wohn-/Essbereich mit dem Pelletofen beheizt wird. Bei überschüssiger Energie wird diese dann in den Wärmespeicher geleitet. Die HPSU compact Ultra (DAIKIN Altherma 3 R ECH2O) gehört zur Ech2O-Produktgruppe, deren Siegel höchsten Warmwasserkomfort und einwandfreie hygienische Trinkwasserbereitung garantiert.

 

Vorteile eines Drucklosen Solarsystems

Bei der Brauchwassererwärmung wird die Wärmepumpe durch ein Solarsystem unterstützt. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten war es möglich, ein druckloses Solarsystem, also ein direktes Drain-Back-System zu installieren. Insgesamt vier Kollektoren des ROTEX Solaris Drain-Back-Systems (baugleich mit DAIKIN Solaris) wurden auf dem Dach der Familie montiert. Bei diesem System wird das Speicherwasser direkt und ohne Wärmetauscher in die Solarkollektoren befördert, dort erwärmt und wieder in den Speicher eingeschichtet. Dadurch werden der Wirkungsgrad der Solarkollektoren und der Gesamtnutzen der Anlage nochmals deutlich erhöht. Das System wird von einer vollautomatischen Regelung eigenständig gesteuert, so dass die Kollektoren nur befüllt werden, wenn von der Sonne genügend Wärmeenergie angeboten wird und das Speichersystem auch Wärmeenergie aufnehmen kann. Wenn die Sonne nicht ausreichend scheint, oder der Solarspeicher keine Wärme mehr benötigt, schaltet die Förderpumpe ab und das gesamte Solar-System entleert sich in den Speicher. „Dieses Prinzip funktioniert jedoch nur, wenn die Verbindungsleitungen im Gebäude und auf dem Dach mit einem stetigen Gefälle verlegt werden können, was bei Familie Janetzki möglich war“, so Heizungsinstallateur Sven Bergmann. Und für die Bauherren bringt das drucklose Solarsystem einige Vorteile: „Es wird kein zusätzlicher Wärmetauscher im Speicher benötigt, kein separater Kreislauf mit zusätzlichem Ausdehnungsgefäß, es ist kein Frostschutzmittel notwendig und wenn der Wärmespeicher "voll" ist, läuft das Wasser einfach aus den Kollektoren in den Speicher und vermeidet so eine Überhitzung“, sagt Hauseigentümer Janetzki.



6.500 € staatliche Förderung für Nutzung erneuerbarer Energien

Für das gesamte Heizsystem hat Familie Janetzki beim Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle (Bafa) eine Förderung beantragt und in Höhe von insgesamt 6.500 € bewilligt bekommen. Davon entfallen 1.500 € Förderung auf die Wärmepumpe, 2.000 € auf die thermische Solaranlage mit Heizungsunterstützung und 2.000 € für den Pelletofen. “Ich bin davon überzeugt, dass wir mit diesem flexiblen Heizsystem für die nächsten Jahrzehnte auf der sicheren Seite sind. Unser Umbau hat gezeigt, dass der Einsatz einer Wärmepumpe im Bestand nicht nur umsetzbar ist, sondern auch sinnvoll“, resümiert Herr Janetzki.

 

Hinweis: Aus ROTEX wird Daikin                                                                                                                          Durch die ab Januar 2020 vollständige Markenumstellung der ROTEX Produkte auf Daikin, werden sich auch die einzelnen Produktnamen ändern: Aus ROTEX HPSU compact Ultra wird Daikin Altherma 3 R ECH2O. Hierbei handelt es sich um baugleiche Typen mit identischen Leistungsdaten und Fördervoraussetzungen.

 

Weitere Informationen zur DAIKIN Altherma 3 R ECH2O

 

Bilder: © DAIKIN

 

 

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Bauherr Janetzki neben dem Außengerät der ROTEX HPSU compact Ultra (baugleich mit der DAIKIN Altherma 3 R ECh2O). Das Wohnhaus Baujahr 1967 wird von Familie Janetzki komplett modernisiert.

 

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Inbetriebnahme durch den ROTEX/DAIKIN Werkskundendienst.

 

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Eine thermische Solaranlage von ROTEX bzw. DAIKIN wurde ebenfalls im Zuge der Modernisierung installiert. 

 

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Die Bedienung des Displays am Innengerät ist benutzerfreundlich und einfach.

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Die Wärmeverteilung erfolgt durch 4 Gebläsekonvektoren, die sowohl heizen als auch kühlen können sowie zusätzlichen Heizkörpern. 

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Die Inneneinheit mit 500-Liter Speicher hat eine Aufstellfläche von lediglich 0,62 m2.