Kälte- und Klimatechnikbranche setzt auf Energieeffizienz

(22/10/2008)

21.Okt. 2008 Steigende Energiepreise, Rohstoffmangel und die weltweiten CO²- Emissionen waren die Hauptthemen bei der diesjährigen Chillventa vom 15. bis 17. Oktober in Nürnberg.

Die internationale Fachmesse für Kälte, Raumluft und Wärmepumpen feierte mit ca. 30.000 Besuchern ihre erfolgreiche Premiere. Die weitere Verbesserung der Effizienz der Kälte- und Klimasysteme hat in der Branche erste Priorität. Denn "der Hauptgrund für den weltweiten zu hohen Ausstoß von CO² ist der Energieverbrauch von Gebäuden", so William Harrison, Präsident der American Society of Heating, Refrigerating and Airconditioning Engineers (ASHRAE) bei der Eröffnung der Chillventa. 30 bis 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs wird in Gebäuden erzeugt. "Hier gibt es erhebliche Einsparpotenziale. Mit der gleichen Kraft, mit der wir Niedrigenergiehäuser konzipieren, müssen wir uns darauf konzentrieren, die Energie aus den bestehenden Gebäuden herauszunehmen", sagte Harrison. Das Ziel müsse sein, 30 Prozent an Energie in Gebäuden bis zum Jahr 2010 einzusparen.

"Die Notwendigkeit der CO²- Emissionsminderung und die noch hinzukommende Ölverknappung ist für die Heizungs-, Kälte- und Klimabranche eine enorme Herausforderung, die sie aber gerne angenommen hat", bestätigte Werner Rolles, Corporate Advisor der DAIKIN Airconditioning Germany GmbH und Koordinator des Messebeirats Chillventa, bei der Chillventa Eröffnungsfeier. Die Kälte- und Klimatechnik bietet erhebliche Einsparpotenziale. "Es geht um Energieverbesserungen für bestehende und neue Kälteanlagen und für Wärmepumpen in unterschiedlichsten Anforderungen sowie in industriellen Prozessen", sagte Werner Rolles.

Die Branche profitiert von den steigenden Energiepreisen: Immer mehr Unternehmen und Privathaushalte setzen auf sparsame Technologien. So bieten beispielsweise nahezu alle Klimatechnik-Hersteller inzwischen eine Drehzahl- und damit Leistungsregelung ihrer Geräte an, um diese optimal an den jeweiligen Bedarf anzupassen. Bei Klimaanlagen denkt man in Deutschland meist ausschließlich an Raumkühlung, doch moderne Klimageräte können mittlerweile auch Heizen, Ent- und Befeuchten. Die zur Klimatisierung erzeugte Kälteleistung erzeugt gleichzeitig eine nicht unerhebliche Wärmeleistung, die im Winter zum Heizen der Räume genutzt werden kann. So können die DAIKIN Klimaanlagen auch als Wärmeanlage genutzt werden, Investitionen für eine getrennte Heizung entfallen. Im Gewerbebereich bietet die DAIKIN Airconditioning Germany GmbH mit der VRV³ High COP Energy-Rec eine Technologie, die die gewonnene Abwärme aus Technikräumen zum Heizen nutzt. Dies bedeutet eine erhebliche Reduktion der CO²-Emissionen und eine Senkung der Betriebskosten um etwa 30 Prozent. "Es ist für uns selbstverständlich, dass wir ständig an der technischen Verbesserung unserer Geräte arbeiten. Stolz sind wir vor allem darauf, dass DAIKIN Klimaanlagen in der Energieeffizienz immer weit besser sind als es die gesetzlichen Anforderungen verlagen", so Werner Rolles.

Vortrag Herr Rolles Chillventa

Bei der Eröffnung der Chillventa hob Werner Rolles, Corporate Advisor der DAIKIN Airconditioning GmbH, die erheblichen Energiesparpotenziale, die die Kälte- und Klimatechnik vor allem durch die Nutzung von Abwärme zum Heizen bietet, hervor.